Tobelstraße

TOP 10 der GR-Sitzung (Beibehaltung der Sackgasse in der Tobelstraße) wurde am 13.12.2017 sehr kontrovers diskutiert. Stadtrat Brugger (FDP) erinnerte Bürgermeister Walter daran, dass der Beschluss zur Einrichtung einer Sackgasse im Mai dieses Jahres ausdrücklich nur für die Zeit des Umbaus der Karlstraße gefasst worden sei und dass dies auch so einzuhalten sei. Der Verkehr habe überall in Tettnang stark zugenommen und dies hätten alle Bewohner der Stadt gleichermaßen zu ertragen, die selbst ja auch mit dem Auto andere Straßen befahren und andere Bürger belasten.

Hans Schöpf (Grüne) meinte, es gehe darum, den früheren Beschluss der Stadt, die Tobelstraße zu einer Anliegerstraße zu machen, durchgesetzt werden müsse und dies ginge nur durch die Einrichtung einer Sackgasse.

Für Dr. Maria Locher (CDU) entbehrte dieser Vorschlag jeglicher Logik. Es seien durchaus nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, den Anliegercharakter und die Tempo-30-Einhaltung der Tobelstraße durch verkehrstechnische Maßnahmen wie Beschilderung, Barrieren und Schikanen zu erzwingen. Die Sackgassenregelung geschehe auf Kosten der Allgemeinheit. „Bei dieser Regelung müssen die Anwohner der Tobelstraße, um aus Richtung FN zu ihrer Wohnung oder aus ihrer Straße in Richtung FN zu kommen, einen großen Umweg über die Moosstraße, Kirchstraße, den Bärenplatz und die Karlstraße und zurück über die Innerörtliche Entlastungsstraße fahren, bei dem sie das Straßenbild, die Verkehrssicherheit der Fußgänger und die Umwelt unnötig belasten. Ganz zu schweigen von Besuchern, Paketdiensten und Zulieferern. Solche Maßnahmen konterkarieren die Beruhigung der Innenstadt.“

Es gebe offensichtlich Anwohner, die diese Meinung teilen, denn egal, ob nach Familien oder Einzelpersonen gerechnet, hätten etwa 56% die Petition unterschrieben. Was die Fußgängergefährdung betreffe, sah Frau Locher auch hier noch Möglichkeiten, die Einrichtung von Gehwegen zu prüfen, und zwar bevor nach dem Beschluss des neuen Bebauungsplans für die Montfortstraße auch in der Tobelstraße Kräne und Baufahrzeugen aufziehen und im Übrigen durch weitere Verdichtung hier mit weiterem PKW-Verkehr zu rechnen ist.

Schließlich machte Stadtrat Wohnhas (CDU) den Vorschlag, die Tobelstraße zu einer „unechten Einbahnstraße“ (wie die Georgstraße) zu machen, damit wenigstens die Ausfahrt in Richtung Westen auf die L333 ermöglicht wird. Daraufhin beschloss der GR mehrheitlich die befristete Weiterführung der Sackgasse bis zur Sommerpause mit dem Auftrag an die Verwaltung, zusammen mit der unteren Verkehrsbehörde im Landratsamt Alternativlösungen für die Tobelstraße zu erarbeiten.

 

Zeitungsbericht zur Gemeinderatsitzung am 13.12.2017

 

Zeitungsbericht zur Gemeinderatsitzung am 13.12.2017

 

Fahrzeuge lt. offiziellen Messungen

- mit Sackgassenregelung (durchschnittlich) pro Tag ca. 200 Fahrzeuge

- ohne Sackgassenregelung (durchschnittlich) pro Tag ca. 300 - 500 Fahrzeuge

(die Fahrzeuge ohne Sackgassenregelung können nicht, wie mit Sackgasse, doppelt gezählt werden, da diese nicht automatisch 2 x am Tag durchfahren müssen).

 

Auswertungen zur Geschwindigkeitmessung mit Geschwindigkeitsanzeigetafel