ifm Tettnang „close to „ Norbert Lins MdEP

Europaabgeordneter Norbert Lins informierte sich bei der familiengeführten ifm-Unternehmensgruppe und Martin Buck (Vorsitzender des Vorstandes), begleitet von der CDU Tettnang.

Dabei ging es vor allem um Europäische Handelsbeziehungen, gesetzliche, harmonisierte Normen, aber auch um den Standort Tettnang, denn der Sensoren Spezialist ist weltweit mit 6.000 Beschäftigten in 70 Ländern tätig. Am Bodensee beschäftigt die ifm rund 3000 Mitarbeiter und sieht für die Zukunft Potential. Dafür wird sie Erweiterungsflächen in unmittelbarer Nähe benötigen. In Deutschland werden gut 20% des Umsatzes generiert, wobei dort ca. 70 % der Produkte entwickelt werden, bei einem Umsatz von über 780 Millionen Euro im Jahr 2016.

 

Mit Europapolitiker Lins wurde im Beisein von Herrn Michael Wohlgemut darüber diskutiert, welche Innovations- und Handelshemmnisse es innerhalb von Europa noch immer gibt, um den europäischen Markt beliefern zu können. Betrachtet man die Europäische Union in ihren Details, trifft man zwar auf eine Zoll- und Währungsunion, jedoch auch auf eine Vielzahl von europäischen Richtlinien, Normen und Gesetze, die zum Teil je nach Mitgliedsland variieren. Diese regionalen Unterschiede erschweren die wichtigen Startups neuer Produkte. „Wird auf dem US-amerikanischen oder chinesischen Markt ein neues Produkt eingeführt, kann es speziell für diese Anforderungen konzipiert werden, mit geringeren Entwicklungskosten und ggf. einem „Probelauf“, erklärt Martin Buck. Die Quintessenz lautet: der Europäische Markt ist global betrachtet immens wichtig, doch die gesetzlichen Anforderungen müssen in den Mitgliedsstaaten vereinheitlicht werden, um Innovationen in Deutschland zu fördern und den Wohlstand zu sichern.

Ein weiteres Thema war die Vollbeschäftigung und der gleichzeitige Fachkräftemangel. In Deutschland würde dringend ein Einwanderungsgesetzt benötigt, welches nicht nur Menschen mit Fluchtursachen berücksichtigt, sondern in welchem Fachkräfte angesprochen werden. Norbert Lins MdEP erklärte: „Ich denke, dies könnte schon bald umgesetzt werden, wenn eine Jamaika-Regierung zu einer Einigung findet.“. Beim anschließenden Firmenrundgang verriet Vorstandsvorsitzender Martin Buck – auf Nachfrage – seinen Lieblingssensor. Dieser kann mittels Lichtwellen den Abstand und die Oberfläche eines Körpers bestimmen.

Anschließend wurde die Leiterplattenbestückung mit ESD-Schutzkleidung besichtigt, die Qualitätssicherung, der Versand und die Endgerätefertigung.

 

von links nach rechts: Frank Spleiss, Sylvia Zwisler, Martin Buck, Norbert Lins MdEP, Siegfried Weber und Thomas Meier