St. Anna Quartier

Das Planungsgebiet umfasst ca. 1,8 ha Fläche. Zur Realisierung verkauft die Stadt Tettnang rd. 3.500 m² Fläche im Norden.

Der südliche Teil ist im Eigentum der katholischen Kirche, die ihre Fläche zum Erbbaupacht einbringt.

Wesentliche Elemente des Quartierskonzepts St. Anna soll die Förderung von Nachbarschaften zum Aufbau des Hilfenetzes und zur Integration werden.


In der Gemeinderatsitzung im Oktober 2017 wurde der Durchführungsvertrag gem. § 12 Abs. 1 BauGB zwischen der Stadt Tettnang, vertreten durch Herrn BM Walter und dem Vorhabenträger dem Bau- und Sparverein Ravensburg, vertreten durch die Vorstände Lothar Reger und Jesus Morales abgeschlossen. Die Genossenschaft wird weiter vertreten durch die Baugenossenschaft Familienheim Schwarzwald-Baar-Heuberg eG mit Sitz in Villingen-Schwenningen.


Neben der St. Anna Kapelle sollen 9 Wohngebäude in Modulbauweise und einer gemeinsamen Tiefgarage mit 114 Stellplätzen sowie weiteren 39 oberirdischen Stellplätzen erstellt werden. Ca. 130 Wohneinheiten sind geplant.

Das differenzierte Mietpreisangebot wie folgt:

- 30 % zu 7,00 €/m² (Landeswohnraumförderung wird angestrebt)

- 20 % zu 9,50 €/m²

- 50 % mit ortsüblichen Mieten.


Stadtrat Georg Haug fragte nach, wer für evtl. Leerstände verantwortlich wäre, wenn diese Kalkulation nicht so eintreten würde?

Antwort BM Walter: Nicht die Stadt wäre in der Verantwortung, sondern die anderen Partner.


Planungskosten:

Der Vorhabenträger verpflichtet sich den vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf eigene Kosten zu erarbeiten. Die Stadt trägt die Kosten des Bebauungsplanverfahrens. Der Vorhabenträger trägt die Kosten für  notwendige Anpassungen an angrenzende öffentliche Verkehrsflächen.


Quartiersarbeit:

Die Stadt Tettnang beteiligt sich an der Gemeinwesenarbeit im Quartier. Neben der Einrichtung einer 50% Stelle für zunächst 5 Jahre mit Kosten von ca. 27.000 EUR jährlich, abzüglich eines Zuschusses der Stiftung Liebenau von jährlich 10.000 EUR.

Die Stadt beteiligt sich an den Baukosten eines Pavillions i. H. v. max. 130.000 EUR. Die Stadt ist Betreiberin und übernimmt dann die Betriebskosten und erforderliche Reparaturen innerhalb des Pavillions. Alle weiteren Kosten der Instandhaltung übernimmt der Vorhabenträger.

 

In der Sitzung wurde wiederholt über die wegfallenden öffentlichen Parkplätze für die Besucher des Gottesdienstes in St. Anna diskutiert bzw. auch über die jetzt bereits enge Parksituation im Wohngebiet.

 

Stadträtin Sylvia Zwisler sagte „Ich bezweifle leider weiterhin, dass die für das Quartier und ca. 130 neuen Wohnungen gebauten ca. 150 Stellplätze ausreichen werden und hätte mir gewünscht, dass gleich zu Beginn mehr gebaut würden, um die Situation der langjährigen Bewohner rund um die Marienstraße nicht zusätzlich zu verschärfen. Wenn dies dann zu Problemen führt, muss die Stadt investieren.“

BM Walter meinte daraufhin, die Stadt könne ja nicht überall Tiefgaragen bauen.