Stadtbus – Systemänderung in Planung

Ein Stadtbus fällt weg, der Rufbus für die Ortschaften kommt und die Bähnle-Linie wird erweitert.

In der Gemeinderatsitzung am 10.05.2017 erläuterte Philipp Reinalter, Geschäftsführer der Firma Strauss und Betreiber des Stadtbusses das neue Konzept, da der Vertrag 2017 ausläuft.

 


Kostenschätzung insgesamt:
Durch den Wegfall eines Busses könnten 120.000 EUR gespart werden. Die Ausweitung der Bähnlelinie würde allerdings ca. 70.000 EUR Neukosten schaffen.
Neue Kosten für das Rufbussystem für ein Fahrzeug belaufen sich auf ca. 125.000 EUR, das die Ortschaften anbinden kann. Macht lt. einer groben Kostenschätzung unterm Strich ca. 70.000 EUR höhere Kosten, wenn nicht Zuschüsse vom „Bodo“-Verbund fließen. Dies ist in Verhandlung mit dem Landkreis.

Der Auftrag von Gemeinderäten ging wiederholt an die Verwaltung, baldmöglichst eine Info-Veranstaltung zum Bürgerbus  abzuhalten. Wenn – wie in umliegenden Gemeinden – ehrenamtliche Fahrer gefunden werden, könnten Kosten gesenkt sowie die Flexibilität erhöht werden.
Es muss ebenfalls noch geklärt werden, wie die Bähnlelinie finanziert wird. Hier laufen Gespräche mit dem Landkreis. Ein Teil könnte durch die „Bodo“-Verbundeinnahmen mitfinanziert werden. „Hier müssen die Vertragslaufzeiten von Stadtbus und Bähnle-Linie „harmonisiert“ werden, nicht dass nach ein paar Jahren diese Mehrkosten allein bei der Stadt Tettnang „landen“, meint Stadträtin Sylvia Zwisler. „Unsere Verwaltung muss jetzt für die ehrenamtlichen Fahrer werben, denn was in der Umgebung hervorragend funktioniert, kann auch in Tettnang erfolgreich sein.“

Fraktionsvorsitzender Manfred Ehrle betonte, dass es schon lange ein Wunsch aus den Ortschaften wäre, auch einen Stadtbus zu bekommen. Daher begrüßt die CDU den längst überfälligen Schritt. Diese Chance soll genutzt werden und  als Probebetrieb anlaufen. In 3 – 4 Jahren muss dann evaluiert werden.
CDU-Rätin Sylvia Zwisler lobte Herrn Reinalter für diese komplexe Fahrplangestaltung. Sie fragte nach: „ Wir brauchen nun verlässliche Kostenberechnungen. Das Stadtbussystem wurde mit einem Betriebskosten-Zuschuss von rd. 280.000 EUR/Jahr ins Leben gerufen. Durch jährliche Kostensteigerungen beläuft sich der Abmangel der Stadt nunmehr auf rd. 390.000 EUR, Tendenz steigend. Die Verwaltung hat jetzt Hoffnungen geweckt und wenn die „Variable, die Kosten“ (der Fahrplan scheint festzustehen) von Beginn an weit höher liegen als „kostenneutral“, ist dann eine abgespeckte Route überhaupt möglich?“
Bürgermeister Walter und Herr Reinalter meinten, dies wäre immer möglich, wenn das Angebot reduziert würde.