Bürgerstammtisch stellt sich der Frage. „Tettnang, quo vadis?“

Die CDU Tettnang hat vergangenen Dienstag zum Bürgerstammtisch und Gedankenaustausch mit Bürgermeister Bruno Walter eingeladen. Das Stadtcafe war gut gefüllt und die Anwesenden haben sich gemeinsam der Frage gestellt: “ Tettnang, quo vadis?“.


„Die Welt befindet sich im Um- und Aufbruch. Diese Tatsache macht sich auch in Tettnang bemerkbar“, begrüßt Vorsitzende Sylvia Zwisler die Runde. „Tagtäglich lesen wir in der Zeitung über neue städtebauliche Veränderungen und Bauvorhaben in unserer Stadt.“
Bürgermeister Bruno Walter stellte sich beim Stammtisch der CDU Tettnang diesbezüglich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. „ Die Zukunft der Stadt ist unser aller Zukunft“, so der Bürgermeister. Für eine gelungene Stadtentwicklung sind viele Bausteine notwendig. Wichtige Fakten sind beispielsweise die demographische Entwicklung, die wirtschaftliche Situation, die Landwirtschaft, der Arbeitsmarkt und die sozialen Rahmenbedingungen.“

 

Teilnehmer sind der Meinung, dass der Wohnungsmarkt in Tettnang im Moment, wie fast überall in Deutschland, sehr eng wäre. Hier schaffe die Stadt Abhilfe mit Baugenehmigungen im Bereich Westlich der Klinik mit rd. 65 neuen Wohnungen,  bei Sankt Anna mit etwa 130. Im Ramsbach  sind ca. 140 Wohnungen in der Planung und im Kau  an der Seldnerstraße werden über 50 Wohneinheiten entstehen.  Darüber hinaus sollen die nächsten Jahre weitere 500 Wohneinheiten in der Stadt gebaut werden, z. B. in der Ackermannsiedlung oder bei der Diakonie Pfingstweid sowie in den bestehenden Wohngebieten. Wohin führt diese Entwicklung in der Montfortstadt?

 

Im Vergleich wurden in den Jahren 2010 – 2014 im Durchschnitt rd. 60 neue Wohnungen in Tettnang erstellt. Durch die ISEK Wohnungsprognose wären ca. 90 pro Jahr erforderlich, um den Bedarf bis 2030 decken zu können.
„Diese Zahlen belegen, dass die Stadt viel schneller wächst als geplant und deshalb auf eine maßvolle Verdichtung in bestehenden Wohngebieten sowie auf eine ansprechende Wohnqualität das Augenmerk gerichtet werden sollte. Die notwendige Infrastruktur (Kindergartenplätze, Grünflächen sowie ausreichend Parkraum) müssen mit geplant werden, um auch das soziale Zusammenleben entsprechend zu fördern“, ergänzt Frank Spleiß.

 

Mit der Sanierung der Karlstrasse erhofft man sich, vermehrt Kaufkraft in Tettnang zu binden. Allerdings wurde auch wieder die kritische Parkplatzsituation in der Montfortstraße angesprochen. Deutlich wurde, dass es wichtig ist, auch mit Blick auf die Nachverdichtungen, dass die Stadt ein zentrales Parkhaus in die Haushaltsplanungen aufnimmt.

 

CDU-Vorstandsmitglied Achim Lange betont: „Ohne Handel ist eine Stadt nicht attraktiv.“ Er begrüßt es, dass die anwesenden Geschäftsfrauen aus der Montfortstraße kurzfristig einen Termin bei Bürgermeister Walter und Stadtmarketingleiterin Martina Weishaupt erhalten. Dabei soll die Verlegung des Städtlesmarktes während der Bauphase und Verbesserungen zur Aufenthaltsqualität besprochen und schnell umgesetzt werden.