Fahrt zur Besichtigung des Pflasterbelages in Mengen & Emma-Bürgerbusmodell.

„Fahren Sie mit uns nach Mengen, um dort den für die Karlstraße ausgeschriebenen Pflasterbelag im Stadtzentrum zu besichtigen. Hierbei können Sie sich direkt vor Ort ein Bild machen. Ebenso Ihre speziellen Fragen an die Baufachleute der Stadt Tettnang und den Tiefbauamtsleiter in Mengen stellen“.

Zu dieser parteiübergreifenden Veranstaltung fragte die Schwäbische Zeitung bei den Organisatoren nach:

 

Herr Spleiß, wie kamen Sie auf die Idee, nach Mengen zu fahren, um dort den Pflasterbelag anzuschauen?
Der Pflasterbelag wird ein wesentlicher Teil der neuen Karlstraße sein und er muss die Zustimmung der breiten Bevölkerung finden. Er sollte sich mehrere Jahrzehnte qualitativ bewähren und der Musterbelag wird in der Bevölkerung sehr kontrovers diskutiert.
Viele Mitbürger wünschen sich sogar lieber einen asphaltierten Fußgängerbereich und das Pflaster nur am Rande bzw. als Abgrenzung zur Straße hin, was mehrere Vorteile bringen würde.

Herr König, was denken Sie als Ortsvorsitzender der SPD und Stadtrat, über die Neugestaltung?
Der Pflasterbelag ist analog dem Pflaster in der Stadt Mengen ausgeschrieben worden. Ich habe meine Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen. Meines Erachtens muss die Karlstraße bürgerfreundlich und verkehrsberuhigt werden sowie mehr Kaufkraft binden. Dieses Pflaster ist ein wichtiger Mosaikstein im Gesamtprojekt und muss deshalb wohl überlegt und abgewogen werden.

Herr Eser, welche Erfahrungen machen Sie als Tettnanger Familie   beim Besuch der Innenstadt und was sollte das Ziel beim Umbau sein?
Tettnang ist eine typische Nahversorgerstadt, wo die Menschen die Dinge des täglichen Lebens gut einkaufen können und das lokale Marktangebot schätzen. Zum „Bummeln“ gehen die Bürger eher in die größeren Städte. Also ist es wichtig, den Einzelhandel im Nahversorgersortiment zu unterstützen, wo wir konkurrenzfähig sind. Hierfür dürfen wir neben einem optimierten Stadtbussystem, einem aufgewerteten Straßenbild auch die zentralen Parkmöglichkeiten nicht vernachlässigen.

Frau Butt, für die SPD hatte der Stadtbus immer eine hohe Priorität. Was möchten Sie künftig verbessern, dass er besser genützt wird?
Verwaltung und Gemeinderat sind dabei, neue Strukturen vertraglich vorzubereiten, d. h. die Streckenführung, Taktzeiten etc. sind neu festzulegen und zu schauen, ob es realistische Möglichkeiten gibt, auch unsere Ortschaften anzubinden.
Da es erfolgreiche Bürgerbusmodelle in Meckenbeuren oder Kressbronn gibt, wollen wir die Bevölkerung hierüber am 3.3. gerne  informieren.

Frau Zwisler, was hat die CDU und die SPD bewogen, eine gemeinsame Veranstaltung zu organisieren?
Das hat mehrere gute Gründe; beispielsweise hatten die Kollegen der SPD ähnliche Vorstellungen zur aktiven Bürgerbeteiligung beim Pflasterbelag oder zum ÖPNV.
Und es gibt in Tettnang keine „schwarzen“, „roten“ oder „grünen“ Schulen oder Straßen, sondern wir haben kommunale Einrichtungen. Alle Parteimitglieder engagieren sich ehrenamtlich. Wir müssen gut informiert sein, um im Gemeinderat für unsere Bürgerinnen und Bürger, die hier leben, bestmögliche Entscheidungen treffen zu können.



Programm:
Freitag, 3. März 2017
15.00 Uhr: Abfahrt beim Feuerwehrparkplatz (Fahrgemeinschaften)
16.00 Uhr: Besichtigung des Pflasterbelages in Mengen
17.00 Uhr: Rückfahrt nach Tettnang ins Hotel Rad
18.00 –19.00 Uhr: Infoveranstaltung zum Emma-Bürgerbusmodell im Hotel Rad.

 

 

(Organisation SPD und CDU Tettnang)