Bürger thematisieren Innenstadtgestaltung sowie Verkehrssituationen

 

 

Finanzen

 

Nach der Begrüßung durch Vorsitzende Sylvia Zwisler wurden die Eckpunkte des Haushalts vorgestellt. Als besonderer Gast sprach Bürgermeister Walter die geplanten Vorhaben 2016 an. Wenn man bedenke, dass die Verschuldung bei der Stadt im Vergleich zum Jahr 2006 um ca. 2 Millionen EUR angestiegen ist, dann wäre dies verglichen mit der Investitionssumme von rd. 80 Mio. EUR vertretbar.

 

Zustimmendes Kopfnicken der Zuhörer; nach Meinung der Vorsitzenden jedoch nur ein Teilaspekt der Finanzentwicklung. Entscheidend ist der Gesamtkontostand der Stadt, d. h. Guthaben bzgl. Schulden. Dieser betrug 2007 (Amtsantritt von Bürgermeister Walter) – 0,7 Mio. EUR und er wird sich gemäß Haushaltsplan 2016 auf ca. – 14 Mio. EUR verschlechtern. Angesichts dieser Entwicklung und der noch zahlreichen Projekte hält Bürgermeister Walter es für notwendig, auch über Steuererhöhungen nachzudenken.

 

 

 

Verkehrssituation in Stadt und Ortschaften

 

Hans-Peter Hugel sprach an, dass es nach wie vor für die Menschen aus der Südstadt kommend ärgerlich ist, durch die vielen Ampeln überhaupt in die Stadt zu kommen. Wenn der Handel mehr Kunden möchte, dann müsse die Ampelsituation geändert werden.

Worauf Bürgermeister Walter erwiderte, dass das Ziel, den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt zu bekommen, erreicht worden wäre und die Platzverhältnisse leider keine bessere Lösung zulassen würden.

 

Johanna Andergassen stimmte zu. Kunden aus Langnau würden durch die Verkehrslenkung sowie mangelndem Parkplatzangebot in umliegenden Städten und Gemeinden einkaufen. Sie sprach auch die aus ihrer Sicht gefährliche Verkehrssituation in Apflau beim Bürgerstammtisch an.

 

 

 

Umbau der Karlstraße

 

Frank Spleiß berichtete, dass er aus Bürgermoos gut in die Innenstadt komme. Er findet es wichtig, dass die Karlstraße verkehrsberuhigt wird, um mit der Familie und Kindern mehr Aufenthaltsqualität zu haben. Vorraussetzung wäre natürlich, zentral parken zu können.

 

Heribert Geiger meinte: „Warum nicht mehr Schulden für den Umbau der Karlstraße aufnehmen, um die Attraktivität zu steigern und dies bei so niedrigen Zinsen?“

 

Johanna Andergassen erwiderte: „Wenn wir schon Schulden aufnehmen müssen, dann doch nicht für Granitsteine, denn die Gesundheit der Bewohner geht vor Verschönerungsaktionen. Zudem muss die Verkehrssituation geändert werden, damit man gerne nach Tettnang fährt.“

 

Markus Eser war überzeugt davon, dass die Attraktivität nicht allein durch den neuen Naturstein und ein paar Grünstreifen verbessert werden kann. Warum fahren dann so viele nach Meckenbeuren? Am Bahnhof sind viele Parkplätze, ein breites Sortiment, aber nicht viel Aufenthaltsqualität.“

 

Stadtrat Fritz Tauscher ergänzt: „Wir müssen schauen, dass die Attraktivität erhöht wird. Wir haben im Vergleich mit anderen Städten wenig Leerstände und wenn wir es schaffen, dass weniger Menschen abwandern oder im Internet kaufen, dann wird unsere Innenstadt neu belebt.

 

Bürgermeister Walter ist überzeugt davon, mit dem geplanten Umbau eine Initialzündung in Tettnang erzeugen zu können.

 

Vorsitzende Sylvia Zwisler betont abschließend: „Herzlichen Dank, Ihnen allen für Ihre Vorschläge. Es schmerzt mich immer, wenn aufgrund der Kassenlage Prioritäten gesetzt und nicht alles Wünschenswerte umgesetzt werden kann. Aber die Alternativen wären immer mehr Schulden und Steuererhöhungen und Beides will die CDU nicht.