Bebauung „Alter Feuerwehrplatz“ und Montfortstraße/Tobelstraße


In der Gemeinderatssitzung vom 09.12.2015 waren diese Bebauungen Themen, die im Rat ausführlich diskutiert wurden.

 

Feuerwehrplatz:


Das Entwurfskonzept vom Büro Wick + Partner sieht im abgegrenzten Gebiet von rd. 2,8 ha vor, das Gebiet in einem „vernünftigen Maß“ zu bebauen. Dies bedeutet, es soll künftig nicht überall eine viergeschossige Bebauung möglich sein, bzw. die gleiche Höhe wie die derzeitige Umgebungsbebauung vorgesehen werden. Vorgesehen ist eine II– III-geschossige Bebauung + Dachgeschoss, um den städtebaulichen Aspekten mehr Qualität zu geben.

FW-Rat P. Gaissmaier kann diesem Entwurf nicht zustimmen, da er auch hier eine verdichtetere Wohnbebauung für angemessen hält.

Frau Rehm – Bündnis-Grüne – spricht sich für das Entwurfskonzept aus.

CDU-Rätin Sylvia Zwisler argumentiert: „Können wir davon ausgehen, dass die bisherigen Gebäude Bestandschutz haben? (Dies wurde bejaht). Für mein Verständnis ist es nicht nur die Höhe sondern auch die jeweilige Kubatur, die Größe bzw. die Ausnützung der Baufelder sowie die Grünstreifen und Parkflächen, die entsprechend wohnverträglich in einem Bebauungsplan berücksichtigt werden müssen. Dies bitte ich nochmals zu prüfen.“

Beschluss: Dem Entwurf wird zugestimmt. Die Argumente der Gemeinderäte werden mit berücksichtigt.

JA-Stimmen : 18 – fraktionsübergreifend

Nein-Stimme: 1 – P. Gaissmaier

Enthaltungen: 4 -  K. Welte, S. Brugger, A. Huchler, G. Haug


Montfortstraße:


Herr Haag – Büro Wick und Partner – stellte die Entwicklungsvorschläge mit historischen Ausführungen im Gemeinderat vor. Bislang gilt der Bebauungsplan aus dem Jahr 2003. Im Vergleich zu diesem schlägt das Architekturbüro / die Verwaltung vor, dass überall in der Montfortstraße bis zu III Geschosse gebaut werden könnten. Eine Bautiefe von 13,75 m wäre vorstellbar. Der rückwärtige Teil – Tobelstraße – könnte in Zonen eingeteilt werden – 4 Stück – mit jeweils eigenen Vorgaben zur Bebauung und mit Grünstreifen.

FW-Rat H. Bär meinte, ihm wäre alles Recht, wenn nur Gebäude, wie die ehemalige Sparkasse künftig vermeidbar sind.

Bündnis-Grüne A. Rehm meinte, sie könne sich gut eine massivere Bebauung mit bis zu 3 Geschossen vorstellen.

CDU-Rätin Sylvia Zwisler argumentiert, dass hier eine massivere Bebauung genau das Gegenteil wäre zu den vielen Aussagen, die gerade beim alten Feuerwehrplatz gefallen sind, z. B. „unsere Stadt braucht wieder eine weniger massive Bebauung, um städtebaulichen und qualitativen Aspekten mehr Gewicht zu verleihen“..
Mich würde auch interessieren, wie dies die Bewohner und die Bevölkerung sehen? Wie soll dort das schon jetzt bekannte Infrastruktur-Problem mit beispielsweise zu wenigen Parkflächen gelöst werden?“

Herr Haag räumte ein, dass es dort schwierig werden dürfte, zusätzlichen privaten Parkraum zu bauen.

Stadtrat Schöpf und Stadträtin Zwisler schlugen zum weiteren Vorgehen vor, den Beschlussvorschlag der Verwaltung insofern abzuändern, dass zuerst eine öffentliche Info-Veranstaltung mit Bürgerbeteiligung durchgeführt werden und im zweiten Schritt eine Klausurtagung des Gemeinderates erfolgen soll.

Beschluss: einstimmig, bei 23 Ja-Stimmen.