Unions-Mittelstand mit Dr. Carsten Linnemann im Schwörsaal in Ravensburg

 

Dem Mittelstand in Deutschland geht es gut. Nach Ansicht von Carsten Linnemann, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) stauen sich jedoch hinter der Fassade einer prosperierenden Wirtschaft hausgemachte Probleme.

 

Es fehle an Visionen für die kommenden Jahre. Dass die Wirtschaft floriere liege vor allem an externen Faktoren: nierdrige Zinsen, ein günstiger Euro-Kurs. Wir haben eine erfreulich niedrige Arbeitslosenquote. Doch das muss nicht so bleiben.

 

Die MIT fordert deshalb: Ausbau der Flexi-Rente für alle, die auch im Rentenalter weiter arbeiten wollen, es geht um Bürokratieabbau und einen schlankeren Staat, es geht um die digitale Verwaltung und Verbesserungen bei der Infrastruktur. Wir wollen die duale Ausbildung fördern und fordern die Wiedereinführung des Meisterbriefs. Und wir brauchen ein transparenteres Steuersystem.

Zur Flüchtlingspolitik äußert sich Carsten Linnemann folgendermaßen:

 


Ich bin zuweilen irritiert, wie sich Persönlichkeiten aus der Wirtschaft zu diesem Thema äußern. Wir müssen aufpassen, dass diese Debatte nicht den falschen Zungenschlag bekommt. Dann heißt es auf einmal: Schaut her, die Wirtschaft pickt sich die fünf, sechs Prozent der Fachkräfte raus und den Rest übergibt sie der Gesellschaft. Die Flüchtlingskrise ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Ich sehe auch das Risiko, dass ob der Flüchtlingskrise andere, drängende Themen unter den Tisch fallen.