Tettnanger Union tagt im Stadtcafe

 

Nach den feierlichen Ehrungen vieler Mitglieder (die Schwäbische Zeitung berichtete), führten die rd. 40 Gäste mit Landtagsabgeordnetem Rudolf Köberle MdL eine rege Diskussion.


Hubert Dunkler sprach die Stimmungslage zu den Asylunterkünften an, d. h. es machen sich viele Menschen Sorgen, wie all die vielen Zuwanderer einen Arbeitsplatz finden sollen, die Sprache lernen, finanzierbaren Wohnraum erhalten, wo dieser jetzt schon knapp ist? Die Situation nach dem zweiten Weltkrieg, so Dunkler, wäre natürlich anders zu beurteilen, da es Menschen aus dem gleichen Kulturkreis zu integrieren galt.

 

 

Köberle erläuterte, dass dieses Thema derzeit alle anderen Themen überlagere. Bei den Flüchtlingen gingen die Meinungen der Bürger sehr weit auseinander. Die einen sprechen von einer „Willkommenskultur“, die anderen von „chaotischen Zuständen“, dazwischen gibt es wenig politischen Spielraum.

 

 

 

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel sei tagtäglich in Europa unterwegs, um eine gesamteuropäische Lösung zu erarbeiten. Köberle betonte: „Die CDU ist davon überzeugt, dass wir eine Wertegemeinschaft sind. Das Problem ist nicht allein in Deutschland zu lösen. Wer schnelle, radikale Lösungen anbietet, steht nicht in der Verantwortung. Daher kann ich nur warnen, mit extremen Parteien zu sympathisieren.“

August Schuler, Stadtrat in Ravensburg ist der Überzeugung, dass sich die Zukunft der Flüchtlinge in den Kommunen entscheiden wird. „Die Städte und Gemeinden haben die soziale Kompetenz und die Organisationskraft zur Integration.“


Der langjährige Bürgermeister i. R. Viktor Grasselli betonte nachvollziehbar, dass der Rechtsweg zu lang sei.  „Der Weg von einer Ablehnung eines Antrages, daraufhin Widerspruch, Klage und Berufung dauert viel zu lange. Beim Verwaltungsgericht in Sigmaringen sind so viele Verfahren anhängig, dass andere Fälle gar nicht mehr bearbeitet werden können.“

 

 

 

 

August Schuler – Landtagskandidat im Wahlkreis Ravensburg-Tettnang ging auf das Wahlprogramm der Union ein. Dieses wurde erstmals von den Mitgliedern in vielen Teilen an der Basis erarbeitet. Beim Landesparteitag am 20./21. November in Rust soll es endgültig von den Delegierten verabschiedet werden. Beispielsweise könnte dann – wenn die CDU an die Regierung kommt – Tettnang selbst bestimmen, ob am Montfortgymnasium G 8 oder G 9- Unterricht angeboten wird.

Daniel Funke, Vorsitzender der Jungen Union, sprach sich dabei für die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 aus, sodass die Eltern mit ihren Kindern über den für sie bestmöglichen Bildungsweg entscheiden können.

Alle Anwesenden waren sich darüber einig, dass sich eine gute, langfristige Politik nicht von Emotionen leiten lassen darf, sondern von Werten und Grundsätzen bestimmt sein muss.