Krankenhausbebauung – ehemalige Schwesternwohnheime


Baubeginn für Wohnanlage unterhalb der Klinik frühestens 2016
Bauvorhaben trifft 185 Mieter im Schwesternwohnheim
Käufer erwägen mit Abriss zu warten


In der Gemeinderatsitzung am 7. Oktober debattierte der Rat den Bebauungsplanentwurf. Brisanz erfährt das Vorhaben, weil damit weiterer Wohnraum für finanziell schwächer gestellte Mieter entfällt.  Es ging noch nicht um den Satzungsbeschluss. Doch dass der soziale Mitwohnungsbau und die Art der dort geplanten Bebauung des Investorenduos – Teba und Hofkammer -  miteinander verbunden sind, wurde in der Sitzung schnell klar.


Der Vollzug des Verkaufs durch den Landkreis war bisher nicht öglich, weil noch kein Baurecht geschaffen wurde. Die Crux: In den Gebäuden des Landkreises gibt es 120 Wohneinheiten. 185 Menschen, darunter 33 Flüchtlinge, leben dort momentan. Sie hätten im Falle einer Neubebauung kein Zuhause mehr.


Bürgermeister Walter: „extreme Sondersituation“. Gemeinsam mit dem Kreis und Investoren gelte es einen Weg zu finden. Denn wenn es nicht gelinge, bis zum Baubeginn neuen erschwinglichen Wohnraum für die dort lebenden Bürger zu finden, würden sie der Obdachlosigkeit anheim fallen. Dann müsste die Stadt für die Unterbringung sorgen.


CDU-Rat A. Huchler stelle für die CDU-Fraktion fest: „Wir sehen den Satzungsbeschluss sehr  kritisch, solange kein alternativer Wohnraum geschaffen wurde. Außerdem kann es nicht sein, dass der Kreis in Anbetracht der Flüchtlinge einerseits dieses bebaute Grundstück veräußert und andererseits mit dem Finger auf Tettnang zeigt, wenn es um die Unterbringung von Asylanten geht.“

Andrea Rehm (Grüne): Sie wäre schockiert, dass sich an der Planung in den vergangenen 4 Monaten nichts geändert habe – Riegelbebauung – wobei man im Technischen Ausschuss klar zur Erkenntnis gelangt sei, dass der entstehende Riegel zu lang sei.

StR Bär (FW): „Wir haben nicht nur eine Verpflichtung gegenüber den Investoren, sondern auch den hier lebenden Menschen.“

Einstimmig erteilte der Rat der Stadtverwaltung den Auftrag, Verhandlungen mit den Käufern und dem Landratsamt zu führen, u. a. um eine „befriedigende Wohnraumlösung für die in den Wohnungen lebenden Menschen zu erhalten.“